kunst körper licht

Die Geschichte von illuva beginnt mit Zeichnungen – Schwarz auf Weiß.

Durch den einfachen Strich der Künstlerin Johanna Faßbender erlebt die Darstellung von Mensch und Körper eine besondere Form der Abstraktion. Diese schwebenden Formen,  animieren die Phantasie. Zuerst kommt Farbe ins Spiel und die Reise geht weiter mit der imposanten Aufladung durch Licht und gipfelt im Wechsel des Farbspektrums, wenn Licht mit seinen verschiedene Wellenlängen auf Farbe und Form trifft.

illu imago – die größeren Formate entstehen zuerst und weiter die gravierten Formen für vulvina und nudini.

Die Grundidee von illuva ist geboren: illuminierte Kunst.

Vulva 1 (Johanna Faßbender), als Vorlage für illu imago und vulvina

kunst

Johanna Faßbender kreiert „Blindzeichnungen“.

Erst der Mensch. Meditative Konzentration auf das Wesen. Der nackte Körper ist ohne Schutz.

Verbindung wird aufgenommen. Wahrnehmung mit Augen. Sehen, einsehen, fühlen, einfühlen. Weiter bis zur Hand. Einfache Bewegungen, links, rechts, gerade geführt, den Kurven folgend. In einem Fluss, mit weichem Ölstift oder Kohle. Das Auge nicht wendend vom Motiv, kein Blick aufs Papier, keine Bewertung. Keine Kontrolle.

Der Mensch wird reduziert auf sein Wesen und gleichzeitig aufgeladen durch die Übertragung der sinnlichen Wahrnehmung der Künstlerin auf ihr Werk und weiter auf uns. Ein wunderbarer Fluss ist initiiert und bewegt das Beste, was Kunst hervorbringen kann. Neue Bilder in unseren Köpfen und Assoziationsräume für unsere Phantasie.

 

 

körper

Original von ella - Motiv bei illu imago

Das Bild vom Körper entsteht im sozialen Kontext. Es ist geprägt vom Gewohnten und vom Gewöhnlichen, vom Klischee und von der Konvention der vielen Bilder, die jeden/jede, überall und immerfort aus Film, Werbung und Pornograhie berieseln. Das permanente Träufeln verdichtet sich zur Ästhetik.

Notwendige Kritik und Distanz und vor allem Humor dringt schwer an die Oberfläche.

Doch Kunst kann den Usus durchbrechen. Kunst öffnet die Scheuklapen aus Tabu und Scham und führt uns zur Einzigartigkeit des Selbst mit allen Ausprägungen, Ausbuchtungen und Vorstehendem.

Kunst schafft den Raum, um drei Schritte zurück zu treten. Von diesem anderen Standort aus ergeben sich neue Perspektiven auf die Welt, auf das Motiv und letztlich auch auf uns.

illuva hebt den Scheffel und lässt den Körper ans Licht:
Zart, vorsichtig, schön.

vulva 2, die Zeichnung im Original von Johanna Faßbender als Vorlage für vulvina 2

licht

Licht ist ein veritables Faszinosum. Und doch nur eine Ausprägung von elektromagnetischen Wellen, die als eine der vier Grundkräfte der Physik schier alles manifestieren, was uns umgibt und letztlich – zumindest das bisher Bekannte – zusammenhält.

Licht sind Teilchen und Energie zugleich. Sehr verkürzt ausgedrückt: Elektronen rasen mit einem Affenzahn um ihren Atomkern herum und werden durch die Zuführung von Energie dazu gezwungen, ihre Umlaufbahn kurzfristig zu verändern. Dabei geben sie ein Photon ab, das sich immer mit Lichtgeschwindigkeit auf den Weg macht. Trifft das Photon resp. seine Energie wiederum auf Materie, wird die Energie entweder reflektiert oder sie wird absorbiert.

Illustration des Spektrums der elektromagnetischen Wellen; Teil des SVG-Projekts der Commons

Unsere Welt ist schier unbegreiflich voll von diesen Photonen. Schwingen diese auf ihrem Weg mit einer Wellenlänge zwischen ca. 400nm und 700nm und treffen sie auf ein Atom in den Rezeptoren unseres Auges, so können wir sie sehen.

Welle, Teilchen – Absorption , Reflexion – Farbe auf Glas und Farbe als Licht – mit diesen Elementen spielt illuva.
Farbe im Motiv – fein austariert und gestuft. Drucktechnik auf Glas – schon eine Kunst für sich. Möglichst einfache elektrische Technik mit LEDs, dafür aber mit maximaler wohltuender Wirkung für unser Auge.

Näheres und sehr zu empfehlen: Harald Lesch :
https://www.ardmediathek.de/alpha/video/alpha-centauri/was-ist-licht/ard-alpha/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzFjNTg5ZGUxLTEzNzAtNGY2OC1hMGEyLWJkMTFkZDI3MTFkNA/

oder auch https://www.youtube.com/watch?v=J9x9ImH21Os

und wie immer auch Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Licht